Nach zahlreichen Fachgesprächen und Betriebsbesuchen rund um die Ausgestaltung der Qualitätsstandards für das „Brandenburger Bio-Schwein“ steht nun ein erster großer Meilenstein bevor: die ersten Schweine werden aufgestallt. Im Rahmen eines Testlaufs werden insgesamt 30 Schweine gemästet und über die Vermarktungspartner Witty´s und Kumpel & Keule sowie weitere, interessierte Abnehmer in der Region vermarktet.
In den Maststall im Märkischen-Oderland ziehen drei Gruppen verschiedener Genetiken. Darunter die ostdeutsche Rasse Leicoma, das Deutsche Sattelschwein sowie das Schweizer Edelschwein. Der Eber, für den sich die Projektgruppe entschied, ist jeweils ein Duroc, welcher für eine besonders gute Marmorierung und Fleischqualität steht.
Neben der Wahl einer passenden Genetik für das „Brandenburger Bio-Schwein“ soll für den Testlauf auch die Fütterung für die regionale Premium-Marke optimiert und getestet werden. Wichtig ist dabei, dass regionale Kreisläufe gestärkt werden, eine ausgezeichnete Fleischqualität erzielt wird und die Tiere optimal mit Nährstoffen versorgt werden. So wird der Einsatz von Hirse als trockenheitstolerante Pflanze mit einem hohen Nährstoffgehalt diskutiert. Auch soll ausgelotet werden, ob Soja aus Brandenburg eingesetzt werden kann. Die Rationsgestaltung wird in Zusammenarbeit mit dem Praxisbetrieb, der Hochschule für Nachhaltige Entwicklung Eberswalde sowie weiteren Expertinnen und Experten aus Beratung und Praxis diskutiert und ausgearbeitet.
Das Schweinefleisch wird ab Frühsommer 2027 über Metzgereien, Lieferdienste, die Gastronomie sowie den Fachhandel testweise vermarktet. Wer Interesse am Projekt „Brandenburger Bio-Schwein“ hat – sei es als landwirtschaftlicher Betrieb oder als Vermarktungspartner – kann sich gerne an Nina Fuchs unter n.fuchs@foel.de wenden.